Arzttaschen sind die Vorläufer der modernen Werkzeugtaschen. Als Arzttaschen wurden kastenförmige Taschen bezeichnet, die mit einem Bügelverschluss geöffnet oder verschlossen wurden. Ihr Vorteil ist die große Öffnung, die eine Kontrolle des Inhalts erleichtert und einen schnellen Zugriff erlaubt. Je nach Nutzungszweck werden im Inneren Fächer mit Reißverschlüssen und Schlaufen angebracht, damit Dokumente oder Geräte übersichtlich angeordnet werden.

Da die Bügel je nach Taschengröße relativ schwer sind, werden Leder in einer Stärke von 2–3 mm eingesetzt, damit die Tasche auch in leerem oder nur teilweise befülltem Zustand ihre Form behält. Von Industriefirmen werden Arzttaschen oder Werkzeugkoffer häufig mit einer Inneneinrichtung bestellt, die auf Art und Abmessungen der zu transportierenden Geräte oder Werkzeuge abgestimmt ist. In der Mitte des Bügels sitzt in der Regel ein Schloss, das mit einer Schlüsselmechanik oder mit einer Zahlenkombination geöffnet und verschlossen werden kann.

Arzt- und Werkzeugtaschen werden heute auch aus Kunstleder angefertigt. Beliebt sind auch kleine Koffer aus Kunststoff. Diese Koffer können ebenfalls wie eine traditionelle Arzttasche senkrecht stehen und zwei Oberteile haben, die zum Öffnen nach rechts und links geklappt werden. Arzt- oder Werkzeugtaschen aus festen Kunststoffschalen bieten einen besseren Stoßschutz. Diese Ausführungen sind in der Regel aber schwerer, daher ist die Arzttasche aus Leder aufgrund ihres leichteren Gewichts und ihres guten Aussehens nach wie vor sehr beliebt.

Eine klassische  Arzttasche aus braunem Leder mit einem Metallbügel
als Verschluss.
Traditionelle Arzttasche