Die Bezeichnung TSA-Schlösser stammt von den Initialen der US-amerikanischen Transportation Security Administration. An Flughäfen ergab sich in Sicherheitsbereichen oft die Notwendigkeit, Gepäckstücke in Abwesenheit des Inhabers zu durchsuchen und verschlossene Koffer oder Reisetaschen gewaltsam zu öffnen. Mit dem zunächst in den USA von der Firma Travel Sentry Inc entwickelten System lassen sich Zahlenschlösser mit einem zusätzlichen Generalschlüssel öffnen und wieder verschließen, ohne dass die Zahlenmechanik bedient werden muss.

Dies gilt sowohl für herkömmliche Klappschlösser wie auch für Schlösser an Reißverschlusskoffern. Bei diesen haben die Schieber der Reißverschlüsse eine Öse, die in die Öffnungen des Schlossunterteil geführt und durch Verstellen der Zahlenmechanik verriegelt werden.

Für Reisetaschen oder Rucksäcke wurden Vorhängeschlösser entwickelt, die ebenfalls mit einem solchen TSA-Schlüssel geöffnet werden können. Mit dem Vorhängeschloss werden entweder beide Schieber oder ein Schieber mit einem fest an der Tasche angebrachten Ring verbunden.

Bei Reißverschlüssen ist die Sicherheit vor unbefugtem Öffnen allerdings gering, da die Schieber sich relativ leicht durchschneiden lassen

TSA-Schlösser lassen sich mit dem Generalschlüssel sowohl öffnen als auch wieder verschließen. Zur Unterscheidung von herkömmlichen Schlössern sind sie mit einem roten wabenförmigen Logo gekennzeichnet.

Da Generalschlüssel relativ leicht kopiert werden können, wird auch hierdurch die Sicherheit des Schlosses weiter reduziert.

Inzwischen werden Generalschlüssel nicht nur vom Zoll in den USA, sondern auch in anderen Ländern benutzt.

TSA-Schlösser sind eine Weiterentwicklung von Zahlenschlössern, die ein Öffnen und Schließen von Gepäckstücken mit Hilfe eines Generalschlüssels erlauben und so die Kontrolle auch in Abwesenheit des Inhabers ermöglichen.
Koffer- und Vorhängeschloss mit TSA-Symbol