Wildleder im eigentlichen Sinne sind die Häute von Wildtieren wie etwa Rehen, Hirschen, Gämsen oder Elchen, die in freier Wildbahn leben. Heute werden viele dieser Tierarten auch in Gehegen gehalten, daher weisen ihre Häute wesentlich weniger Schäden oder Verletzungen auf. „Echtes“ Wildleder wird überwiegend für Bekleidung verarbeitet. Im Taschenbereich sind Kleinlederwaren aus Hirschleder sehr beliebt, da sie sehr geschmeidig sind und sich sehr angenehm anfühlen.

In der Umgangssprache wird der Begriff Wildleder gerne für alle Leder mit einer aufgerauten Oberfläche verwendet, d.h. er kennzeichnet nicht die Herkunft, sondern lediglich die Optik des Leders. Oft wird hier auch die Bezeichnung Rauleder verwendet.

Für Taschen werden in der Regel Wildleder eingesetzt, die aus den Häuten von Rindern, Schweinen oder Schafen hergestellt werden. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Qualitätsstufen. Sehr hochwertig ist Nubuk. Bei diesem Leder wird die Oberfläche leicht angeschliffen und erhält dadurch einen samtartigen Griff, während die mechanischen Eigenschaften und insbesondere die Elastizität erhalten bleibt.

Häufig wird aber die Rückseite des Leders mit ihrer raueren Struktur als Veloursleder verarbeitet. Diese Optik lässt sich auch mit dem wesentlich preiswerteren Spaltleder erreichen, das allerdings einen weniger elastischen Griff und auch nicht die Festigkeit wie ein Oberleder hat.

Für Umhängetaschen oder Shopper werden sowohl die Oberseite wie auch die Unterseite des Leders genutzt. Dies hat den Vorteil, dass bei preiswerten Modellen auf ein Innenfutter verzichtet werden kann.

Wildleder im eigentlichen Sinne  ist ein sehr geschmeidiges Leder aus den Häuten von Rehen, Hirsche, Gämsen u.a. Im weiteren Sinne bezeichnet Wildleder ein Leder mit einer aufgerauten Oberfläche, das zu Ledertaschen und Accessoires verarbeitet wird.
Umhängetasche aus Wildleder